Gewerbe@Lastenrad

Gewerbe@Lastenrad

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© Stadtwerke Regensburg

Ziel der Forschung

Im Projekt sollten die Rahmenbedingungen für nachhaltige, urbane Lastenrad-Logistik-Konzepte am Wirtschaftsstandort Bayern umgesetzt, erforscht und weiterentwickelt werden. Angesichts von Herausforderungen wie Verkehrszuwachs, Klimawandel und Feinstaubelastung sowie stetig steigendem Versandhandel unterstützt der gewerbliche Einsatz von Lastenrädern sowohl lokale Unternehmen und Einzelhändler als auch die KEP-Branche dabei, auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben und gleichzeitig Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Das Projekt strebte alle Ziele einer Nachhaltigen Stadtlogistik an:

Wirtschaftlichkeit

Durch die Verknüpfung von Konzept und Test sollen Lastenräder wirtschaftlich eingesetzt werden. Diese Komponente erhöht die Bereitschaft der Projektpartner, das Konzept nach Beendigung des Projekts fortzuführen. Der Test verschiedener, auf die jeweiligen Partner zugeschnittene Business Cases soll darüber weitere Erkenntnisse liefern. Für die Modellversuche standen fünf logistikgerechte Lastenräder (Light Electric Vehicle bzw. LEV) sowie eine innovative Software zur LEV-Tourenplanung zur Verfügung.

Umweltschutz

Sowohl die Luftreinhaltung als auch der Klimaschutz sind weitere Hauptziele des Projekts. Durch den Einsatz von Lastenrädern werden lokale Feinstaub- und CO2-Ausstöße vermieden.

Soziale Nachhaltigkeit

Lastenrädern können Transporte mit anderen konventionellen Liefermethoden ersetzen. Dies hat zur Folge, dass der Verbrauch an Verkehrsflächen reduziert wird. Hinzu kommt, dass in dichter Bebauung, in der Lastenräder besondere Vorteile gegenüber den konventionellen Transportern besitzen, gleichzeitig die Verkehrssicherheit steigt. Durch den Einsatz der Lastenräder kann zusätzlich die Versorgung der Bürger und des Handels innerhalb der Innenstadt, unabhängig von Lieferzeiten oder Einfahrverboten für Dieselfahrzeuge, sichergestellt werden.

Das zentrale Erkenntnisinteresse des Forschungsprojektes war die Identifikation von möglichst vielen Anwendungsfällen für die Lastenradlogistik in folgenden Handlungsfeldern:

  • Kommunale Anwendungen
  • Handwerksbetriebe
  • Pharmalogistik
  • Mikrodepot-Konzept (KEP-Branche)

Das PedeListics-Team stellte Interessenten mit Unterstützung von drei Lastenradherstellern mehrspurige Lastenräder unterschiedlicher Ausführungen für bis zu zweiwöchige Tests zur Verfügung und evaluierte die Testergebnisse hinsichtlich der Nutzererfahrungen. In einer der Projektkommunen wurde zudem das gesamte Stadtgebiet hinsichtlich der Eignung für ein Mikrodepot-Konzept nach Vorbild des Nürnberger Modells analysiert. In Zusammenarbeit mit einem Pharmagroßhandel wurden die technischen Voraussetzungen eines isolierten Lastenradaufbaus für die Apothekenbelieferung mit Arzneimitteln getestet. Die Praxistests der Lastenräder in unterschiedlichen Anwendungsfällen sollten zudem den beteiligten Herstellern einen entscheidenden Beitrag zur Weiterentwicklung und Modifikation ihrer Fahrzeuge leisten.

Durch Befragungen der Projektpartner wurden Treiber und Hemmnisse einer erfolgreichen Lastenradlogistik erhoben, Anforderungen an das neue Berufsbild des Lastenradfahrers formuliert sowie Stand und Notwendigkeit der Standardisierung von schweren, gewerblich nutzbaren Lastenrädern untersucht.

Ergebnis der Forschung

Abschlussbericht folgt

Projektlaufzeit:

1. Januar 2020 - 31.03.2022

Auftraggeber:

Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr

Partner:

Stadt Landshut
Stadt Erlangen
Stadt Neumarkt/Opf.
Stadt Nürnberg
Stadt Regensburg
Handwerkskammer für Mittelfranken
Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken
CNA e.V. | Der Think Tank für Transport, Verkehr & Logistik
BAYK AG
b & p mobility
Sanacorp Pharmahandel GmbH

Umsetzungsstand:

offizielle Laufzeit abgeschlossen